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News

Großstadt oder Land: Warum das Auto bleibt

Bus, Bahn, Bike – die Mobilität verändert sich. Und doch zeigt eine aktuelle Umfrage: Das eigene Auto bleibt für viele Menschen der entscheidende Faktor im Alltag. Selbst dort, wo Alternativen dicht getaktet fahren, wächst der Wunsch nach vier Rädern.

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Zwischen Bus und Bahn bleibt das Auto für viele Menschen der Schlüssel zur Mobilität. Bild: SP-X

Mobilität ist mehr als Fortbewegung. Sie entscheidet darüber, wie flexibel wir leben, arbeiten und unsere Freizeit gestalten. Eine repräsentative Umfrage zum Pkw-Besitz zeigt jetzt deutlich, wie tief das Auto weiterhin im Alltag verankert ist – quer durch Regionen, Altersgruppen und Lebensmodelle. Überraschend dabei: Gerade Großstädte liefern klare Antworten.

Großstadt mit Grenzen
Wer an Berlin oder Hamburg denkt, sieht U-Bahnen, Carsharing und Radwege. Doch die Realität fühlt sich für viele anders an. In Berlin geben 63,4 Prozent der Befragten an, sich ohne eigenes Auto eingeschränkt zu fühlen, in Hamburg rund 60 Prozent. Bundesweit liegt dieser Wert sogar bei 80,7 Prozent. Das Auto bleibt damit auch im urbanen Raum ein Garant für Bewegungsfreiheit – besonders dann, wenn Wege spontan, komplex oder zeitkritisch werden.

Land braucht Länge
Außerhalb der Metropolen zeigt sich die Abhängigkeit noch deutlicher. In Flächenländern prägt das Auto den Tagesablauf. In Thüringen nutzen 47,3 Prozent ihren Pkw täglich, in Rheinland-Pfalz sind es 42,6 Prozent. Die Stadtstaaten liegen deutlich darunter. Größere Distanzen, weniger Alternativen und eng getaktete Alltage machen das Auto hier zum unverzichtbaren Begleiter.

Alltag auf vier Rädern
Einkäufe, Arzttermine, Freizeit – das Auto spielt fast überall eine Hauptrolle. 87,3 Prozent erledigen Besorgungen überwiegend mit dem Pkw. Für Arztbesuche nutzen 77,4 Prozent das Auto, für Freizeitaktivitäten 73,3 Prozent. Mobilität bedeutet hier vor allem: Dinge erledigen, ohne Umwege, ohne Zeitverlust, ohne komplierte Planung.

Zeit schlägt Theorie
Besonders deutlich wird der Vorteil beim Blick auf den Arbeitsweg. Mehr als die Hälfte der Berufstätigen erreicht mit dem Auto den Arbeitsplatz innerhalb von 30 Minuten. Mit öffentlichen Verkehrsmitteln benötigen fast ein Drittel der Befragten über 60 Minuten pro Strecke. Zeit wird damit zum entscheidenden Argument – gerade im Alltag zwischen Job, Familie und Terminen.

Freiheit fährt mit
Auch beim Reisen bleibt der Pkw gefragt. Viele starten Urlaubsfahrten bewusst mit dem eigenen Auto. Flexibilität, Gepäckfreiheit und individuelle Routen zählen mehr als starre Fahrpläne. Das Auto steht damit nicht nur für Mobilität, sondern für Selbstbestimmung.